St. Petrus-Kirche

St. Petrus-Kirche

"Du bist der Fels und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hlle werden sie nicht berwltigen. Dir will ich die Schlssel des Himmelreiches geben."

Im Frühling 1966 begannen die Arbeiten zur Errichtung der St. Petrus-Kirche auf dem Warsteiner Schorenberg. Heute ist das dem Heiligen Petrus geweihte Gotteshaus schon von weitem mit seinem fast 40 Meter hohen Turm zu erkennen, eine noch ziemlich junge Gemeinde schart sich um das Gotteshaus im Pastoralverbund Warstein.

Der Anfang zum Bau ist 1964 zu setzen: damals kam Erzbischof Lorenz Jaeger zur Firmreise in die St. Pankratius-Pfarrgemeinde, über 700 Firmlinge empfingen das Sakrament. Ein große Zahl für 8500 Katholiken in Warstein. Der damalige Erzbischof und Kardinal Jaeger besuchte die Neubaugebiete und wies nach einigen Besprechungen die Seelsorger der Gemeinde an, zwei weitere Kirchen zu erbauen. Eine auf dem Schorenberg und eine im Süden in "Alten Warstein", um der stark wachsenden Bevölkerung genügend Gotteshäuser zu bieten. In Warstein begannen die Planungsbehörden des Kirchenvorstands sofort mit der Arbeit, die Kirche im Norden hatte Vorrang bekommen und so wurden die Grundstücke im Wert von 187.000 Mark von einigen Privatleuten erworben. Das damalige „Kartoffelland“ wurde zum Neubaugebiet. 1965 bewohnten rund 1300 Katholiken die „Bergenthalsiedlung“, diese sollte über den Schoren hinaus erweitert werden. Auch der Westfälische Landschaftsverband errichtete einige Privathäuser auf dem Schorenberg und immer mehr Leute besiedelten die Grundstücke. Mit dem Baubeginn 1966 rechnete man schon bald mit 2000 Katholiken für die spätere Pfarrvikarie, die mit 3500 Gläubigen zur Pfarrei erhoben werden sollte. Erst einige Jahre nach dem Bau wurde die 1800 Marke erreicht, doch höher stiegen die Bevölkerungszahlen nicht, der Schoren wurde zwar besiedelt, doch der erwartete Ausbau der Romecke blieb aus. Heute erreicht die Pfarrvikarie St. Petrus wieder die alte Zahl von etwas über 1300 Katholiken, die Erhebung zur Pfarrei wurde fallen gelassen.

Die St. Petrus-Kirche wurde nach dem damaligen Zeitgeist ziemlich schlicht gebaut, außen mit einer Natursteinverkleidung geschmückt, finden sich im Innern nur weiße Wände, das Inventar wurde modern gehalten. Der Bau begann auf dem höchsten Stück des Grundstückes und schon kurz darauf standen Fundament und Sockel. Die Grundsteinlegung begingen die Warsteiner am 29. September des gleichen Jahres mit Domkapitular Alois Nüschen. Zwei Monate später stand bereits der Dachstuhl und Weihnachten konnte Richtfest gefeiert werden. Der Turmbau, mit eigentlich 47 Metern Höhe wurde später wegen Kosten- und Proportionsgründe bei 40 Metern gehalten. Die Fertigstellung der Kirche gelang bereits ein Jahr nach der Grundsteinlegung, sodass 1968 mit dem Bischof von Paderborn die Konsekration gefeiert wurde.
Im Jahr 2001 wurde die St. Petrus-Kirche um vier große Glocken ergänzt. Ein Jahr lang hatte es gedauert, bis die Gemeinde die Spenden aufgebracht hatte. Erstmals läuteten die Glocken am Patronatsfest Peter und Paul, dem 26. Juni 2001 zum Gottesdienst.
Im Jahr 2007 wurde schließlich die Krypta unterhalb der Kirche renoviert. Der Gebetsraum wird für verschiedene Gebets-, Bibel- und Gesprächskreise genutzt.