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Warsteiner Werl Wallfahrt 2020 einmal anders




Normalerweise starten die Werl-Wallfahrer aus dem Pastoralen Raum Warstein und darüber hinaus am ersten Juli Wochenende des Nachts zu Fuß Richtung Werl zum Gnadenbild der Gottesmutter. Rund 130 Wallfahrer freuen sich auf den gemeinsamen Weg, auf Gemeinschaft, Gebet, auf die Natur und auf das eigentliche Ziel: Die Wallfahrtsbasilika in Werl! Normalerweise…. In diesem Jahr war alles anders, und doch hat das Datum des Festes „Maria Heimsuchung“ viele Wallfahrer „unruhig“ werden lassen. Eine Pilgertour in gewohnten Ablauf war aufgrund der Coronakrise schon vor Wochen abgesagt worden. „Aber der Arbeitskreis Werl-Wallfahrt hat sich dennoch einiges überlegt, um dieses so wichtige Datum mit Leben zu füllen“, wie Martin Steils aus dem Gremium berichtete. Klaus Schrewe fügt hinzu: „Zum einen haben wir für alle, die nicht losgehen konnten, einen 20 minütigen Videoclip gedreht, der die wichtigsten Wallfahrtsstationen in diesem Jahr online auch daheim erfahrbar macht (siehe: youtube-Kanal "Katholisch in Warstein). Einige Gastgeberfamillien in Brüllingsen haben wir ebenfalls besucht, die uns in sonstigen Jahren bewirten. So werden Kontakte auch in dieser Zeit gepflegt.“

Da die Teilnehmerzahl an den Feierlichkeiten in Werl begrenzt war, hatten sich einige Pilger schon Tage zuvor in kleinen Gruppen, alleine, zu Fuß oder per Fahrrad auf den Weg nach Werl gemacht, um trotzdem „ihre“ Wallfahrt auch in 2020 machen zu können. Alle waren total zufrieden, wurden sie in Werl doch ebenso herzlich in Empfang genommen wie in früheren Jahren die große Pilgerschar auch.

Das neue Wallfahrtsteam in Werl um Pfarrer Dr. Gerd Best hatte zudem Vertreter der größten traditionellen Wallfahrtsgruppen mit je einer Delegation zum offiziellen Festgottesdienst am vergangenen Sonntag nach Werl geladen. Auch vom Arbeitskreis Warstein nahm so eine Abordnung um Sabine Martin, Eva Schulte und Monika Lange am Hochamt mit Abt Stephan Schröer OSB teil. Dieser betonte in seiner Predigt: „Wallfahrt bedeutet auf dem Weg zu sein, und der Weg nach dieser Coronakrise kann und wird nicht der Weg zurück sein in bisherige vielleicht ausgetretene Pfade, sondern man wird eine neue Richtung einschlagen müssen, sowohl in der Welt als auch in der Kirche!“

Parallel zu den Feierlichkeiten in Werl hatten sich daheimgebliebene Wallfahrer – wenn auch zahlenmäßig begrenzt - in der Petruskirche eingefunden, um dort ihren sonntäglichen Festgottesdienst zu feiern und am Marienbild die Warsteiner Wallfahrtskerze zu entzünden; diese Aufgabe übernahmen Christa Pfeiffer, Karin Hötte und Ulrike Steinrücke, die erst Tags zuvor von ihrem Pilgerweg aus Werl zurückgekommen waren.

Pfarrer Josef Heers betonte in der Messe den Stellenwert und die Bedeutung der Wallfahrt für den Pastoralen Raum Warstein und bedankte sich bei allen, die in diesem Jahr auf unterschiedlichste Weise das Thema Wallfahrt mit Leben gefüllt und ihren Glauben gestärkt haben. Der Arbeitskreis hofft, daß im nächsten Jahr die Wallfahrt wieder in großer Anzahl und mit vollem Programm stattfinden kann, denn so Diakon Ludger Althaus: „Glauben lebt von Gemeinschaft!“

Text und Bilder: Klaus Schrewe