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Bericht der Sängerfahrt vom Vokalkreis CHORIOUS ins Erzgebirge

Am Donnerstag, 3. Okt. 2019, Tag der Deutschen Einheit, ging es um 9.00Uhr ab Gemeindezentrum mit zwei Kleinbussen und 14 Teilnehmern in Richtung neue Bundesländer. Unser erstes Ziel war Eisleben im Mansfelder Land. Dort besichtigten wir das Kloster Helfta. Nach einer schmackhaften Pilgermahlzeit im Klosterhotel, erwartete uns Schwester Grazia vom Orden der Zisterzienser. Sie verstand es informativ und abwechslungsreich die Geschichte der Gegend und des Klosters in einer Führung durch verschiedene Gebäude zu erläutern.   In der Klosterkirche gestalteten wir den Abschluss mit Chorgesang & Orgelspiel zum Lobe Gottes. Weiter ging die Fahrt am Nachmittag Richtung Sachsen. Am frühen Abend erreichten wir unser Hotel im östlichen Erzgebirge in Schönfeld, Stadt Dippoldiswalde. Das Hotel zum Rennberg wurde unser Quartier für die nächsten Tage. Den Abend verbrachten wir gemeinsam mit einem Abendessen und gemütlichem Beisammensein. Zur Freude der Hausgäste durften wir mit einigen Volksliedern im Satz von Friedrich Silcher uns und die Zuhörer unterhalten. Der nächste Tag war ganz für den Besuch von Dresden reserviert. Am Morgen ging es zunächst dort zum Stadtteil Niedersedlitz. Von dort fuhren wir mit der Straßenbahn bis zum Altmarkt. Zu Fuß eroberten wir die Touristen-Meile und gingen als Erstes zum Mittagsgottesdienst in der Frauenkirche. Mit ca. 1000 Besucher war zwar die Kirche nur ein Drittel gefüllt, aber diese Menge Menschen die mit Interesse zu diesen Ort der Versöhnung und des Friedens im Gebet versammelt waren war sehr beeindruckend. Mit ausgewählter Predigt und Orgelmusik inklusiv anschließender Historie verging die Stunde im Fluge. Weiter ging es dann über die Brühlschen Terassen zur Hofkirche wo wir kurz der Silbermann-Orgel lauschen konnten, die zur Vorbereitung auf ein Konzert erklang. Semper-Oper und Zwinger im Zeitraffer erblickt waren der Übergang zu einer 90minütigen Stadtführung mit einem Doppeldecker-Sightseeing-Bus. Jetzt konnten wir noch ausgiebig das alte unzerstörte Dresden bewundern mit seinen prächtigen Häusern aus Barock und Gründerzeit, das Blaue Wunder im Stadtteil Loschwitz und die Dresdner Neustadt. Das alles machte Appetit auf eine Kaffeepause die dann individuell in die Altstadt führte. Danach ab 18°°Uhr hatten wir ein gemeinsames Abendessen im Altmarktkeller in der Nähe der Kreuzkirche. Mit Hofbräuhaus-Atmosphäre, Gesang und heiterer Mimik durch ein örtliches Original vergingen die Stunden. Mit Tram und Bus ging es zurück auf den Rennberg, der mit seiner Höhenlage von 700m doch schon deutlich die niedrigen Temperaturen des Herbst von nur 5° zuließ. Der Samstag bescherte uns zunächst kein gutes Wetter. Nieselregen und verhangene Berge und Täler im Nebel schmälerten zunächst den Entdeckersinn, doch wir hatten ja ein Ziel. Es führte uns nach Seiffen an der Grenze zur tschechischen Republik. Hier ist das Zentrum der Volkskunst im Erzgebirge die in einem großen Museum und in vielen Läden die Herstellung von Holzspielzeug und Weihnachstschmuck zeigt. Schwibbögen, Dreh-Pyramiden und Nussknacker symbolisierten die Kunst und Vielfalt. Aber auch geschichtlich gab es Auskunft über den Broterwerb unter schweren Bedingungen in kargen Zeiten, mit Kinderarbeit, Krankheit und frühem Tod. Kein einfaches Leben, aber umso mehr darf man mit Erstaunen sehen, wie doch auch in solcher leidgeprüfter Zeit so viel Schönes entstehen kann. Am Nachmittag durfte die große Kreisstadt Dippoldiswalde dann noch mit einem Rundgang und ihren Sehenswürdigkeiten aufwarten. In der Kirche am Markt wohnten wir der Vorbereitung für ein Konzert bei mit Musikern des Dresdner Staatsorchesters. Da war die volle Klangpracht des Barock gratis eine nette Belohnung. Dann aber schnell ins Café denn das Wetter kannte kein Pardon. Unser zweiter Hotelabend mit Abendessen und anschließenden Quiz zur Reise kürte auch den Rätselkönig vom Rennberg und seinen Vize. Leicht und locker brachte das Wissensspiel die Eindrücke noch einmal ins Gedächtnis und ließ manche Szene Revue passieren. Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen von der sächsischen Schweiz. Auf dem Rückweg legten wir vormittags einen Stopp ein in der Bischofsstadt Meissen. Die Gruppe teilte sich in Besucher für das Porzellanmuseum, den Kirchgang zur Erntedankmesse in St. Benno und einem Trip durch die historische Altstadt. Um 13°°Uhr hatten alle vom Eindruck der Stadt unterschiedlich erfahren und traten die Rückreise an. Eine Reise mit unterschiedlichem Kolorit zum 10jährigen Bestehen des Chores wird somit zur werbewirksamen Bilanz für ein aktives Chorleben im Pastoralverbund Warstein.

8. Oktober 2019

Heinz Helmut Schulte