St. Christophorus Hirschberg

St. Christophorus Hirschberg

Bereits vor 1300 hatten die Grafen von Arnsberg nördlich des Klosters Odacker eine Burg gebaut. Die in der Umgebung ansässigen Bauern siedelten sich unterhalb der Burg an. Diese Siedlung erhielt 1308 die Stadtrechte und wurde befestigt. Um 1340 wurde die Pfarrei Hirschberg errichtet und von der Pfarrei Allagen abgetrennt. Von der Kirche aus dem 13.  Jahrhundert sind Chor und Ostjoch erhalten. Die Burg wurde im 17. und 18. Jahrhundert zum Jagdschloss der Kölner Kurfürsten umgebaut. Nach dem Stadtbrand von 1788 wurde die Stadt planmäßig wieder aufgebaut. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert abgetragen. Um 1000 lag im Gebiet der heutigen Pfarrei Hirschberg der Hof Odacker, der zum Kloster Oedingen gehörte. Dieser Haupthof wurde ein kleines Frauenkloster, das im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird. Das Kloster wurde 1804 aufgehoben. An das Kloster erinnert die Odackerkapelle St. Anna.
Das historische Pfarrhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der ehemals landwirtschaftlich genutzte Teil des Pfarrhauses dient heute als Pfarrheim. Die ehemalige Stadt Hirschberg – heute ein Ortsteil von Warstein – hat ca. 2.000 Einwohner. Ca. 1.400 Katholiken zählt die St. Christophorus- Gemeinde. Bis heute bildet die Kirche den Mittelpunkt der Siedlung auf dem Berg, was zu einem weitgehend geschlossenen Ortsbild führt.