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Gemeinden verabschieden sich von Pfarrer Thomas Wulf und wünschen einen gesegneten Start in Lippstadt


Von Gabi Alz (26.06.2017)
Warstein. Zahlreiche Fahnenabordnungen und Messdiener aus vier Gemeinden zogen gestern Vormittag zusammen mit Pastor Thomas Wulf, Vikar Lukas Schröder, den Diakonen Ludger Althaus und Friedhelm Schannath sowie Prälat Hans-Dieter Michel zum Abschiedsgottesdienst in die vollbesetzte Pankratiuskirche ein. "Ich freue mich über eine so volle Kirche", sagte Wulf. "Es ist ein bedeutsames Wochenende."
Damit sprach er die Geburt Johannes des Täufers an, an die am Samstag erinnert wurde. "Der Johannistag ist der längste Tag im Jahr. Er ist ein Wendepunkt, um noch einmal Vollgas zu geben in ein neues Leben", sagte Pastor Wulf. Ein besonderes Wochenende liegt aber auch hinter dem 50-Jährigen persönlich: Mit dem Hochamt am Sonntag verabschiedete er sich von seiner Gemeinde in Feierliches HochamtGabi Alz, Westfalenpost Warstein, um nach dem Sommer nach Lippstadt zu wechseln.
 "Wer sagt: ,Nimm dich nicht so wichtig", solche Menschen sind Johannis-Menschen", erklärte der Dechant in seiner Predigt und dankte damit dem Seelsorgerteam in Warstein. "Ich bin froh, sie zu haben und bin in den zehn Jahren einer Menge solcher Menschen im Pastoralverbund begegnet. Ich bin nicht immer so ein Johannes-Typ und bitte das zu entschuldigen", so Pastor Wulf.

Gabi Alz, Westfalenpost

Messdiener aus allen Gemeinden des Pastoralverbundes dienten beim feierlichen AbschiedsgottesdienstGabi Alz, Westfalenpost

Akzente in der Ökumene gesetzt
 "Ihre Predigten gingen immer zum Kopf, zum Herzen und zum Bauch. Sie haben in der gar nicht so langen Zeit Spuren in der Liturgie, in der Ökumene und wichtige Akzente in den Kirchen in Suttrop und Hirschberg hinterlassen. Danke für ihr segenreiches Wirken", würdigte Bürgermeister Thomas Schöne die Verdienste des scheidenden Pfarrers, nicht nur als Nachbar aus dem Rathaus, sondern im Namen aller Bürger aus dem Stadtgebiet. Wulf erwiderte mit einem Schmunzeln: "Wer zehn Jahre nicht lang nennt in einem gewählten Amt, ist mutig."
Gabi Alz, Westfalenpost Für die Ortsvorsteher von Hirschberg, Suttrop und Warstein ergriff Dietmar Lange, ein persönlicher Freund des Pastors, das Wort: "Du bist ein Mensch mit Ecken und Kanten, wir lassen dich ungern gehen. Die zehn Jahre waren dicht gefüllt. Wir danken dir für dein starkes Engagement."
Pfarrerin Jutta Schorstein von der evangelischen Kirchengemeinde ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, Danke zu sagen. "In Warstein wird Ökumene groß geschrieben", stellte Schorstein fest.

Gabi Alz, Westfalenpost Geschenke halten Erinnerung wach
Gabi Alz, Westfalenpost Nach dem Gottesdienst, der gesanglich vom Kirchenchor mitgestaltet wurde, waren die Gemeindemitglieder ins Gemeindezentrum eingeladen, wo die zahlreichen persönlichen Verabschiedungen von Pastor Wulf kaum ein Ende nahmen.
Gabi Alz, Westfalenpost Mit dem umgedichteten Lied "Marmor, Stein und Bronze bricht" verabschiedeten sich die vereinigten Pfarrgemeinderäte aus St. Pankratius, St. Petrus, St. Johannes und St. Christophorus bei ihrem Chef. Viele Geschenke wie eine Kaffeetasse von "We love Warstein", ein Kittel der Wöske Schnaodloipers oder eine original Tiroler Krippe für den "Weihnachtsmenschen" Thomas Wulf werden die Erinnerungen an die zehn Jahre in Warstein wohl noch lange erhalten.
 "Zwischen Stimm Stamm und Haar gibt es viele nette Menschen und ich bedanke mich dafür. Ich lade alle ein, mich in Lippstadt zu besuchen", dankte Pastor Wulf, "nur bitte nicht alle auf einmal."